STÄDTEBAULICHER
IDEENWETTBEWERB 2020

Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dachau sind der Bahnhof und der Bahnhofsvorplatz wichtige Orte, dies gilt auch für die zahlreichen Touristen und Besucher, die mit dem Zug anreisen. Der Bahnhof ist der zentrale Umsteigeplatz für die Nutzer der Stadt- und Regionalbusse sowie der S-Bahnen und Regionalzüge. Schon heute ist der Busbahnhof zu klein, die Busse müssen zum Teil in der Bahnhofstraße vor der Post halten. Der öffentliche Nahverkehr wird mit wachsender Bevölkerung zunehmen.

Die Stadt Dachau und die Deutsche Bahn AG haben sich auf die Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Umgestaltung des Bahnhofs und des westlichen Bahnhofsumfelds geeinigt und im Juni 2020 eine entsprechende Rahmenvereinbarung getroffen. Mit der Rahmenvereinbarung schafft die Stadt Planungssicherheit und garantiert eine verbindliche Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG. Die Vereinbarung bildet zugleich die Basis für die Wettbewerbsauslobung. Sowohl in die Rahmenvereinbarung als auch in die Wettbewerbsauslobung sind die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2017 eingeflossen.

Der Dachauer Stadtrat hat die erforderlichen Beschlüsse zur Rahmenvereinbarung (21.01.2020) bzw. zur Wettbewerbsauslobung (14.07.2020) gefasst.

Der städtebauliche Ideenwettbewerb wird von der Regierung von Oberbayern gefördert.

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ZIELE DES STÄDTEBAULICHEN
IDEENWETTBEWERBS 2020


Wesentliche gemeinsame Anforderungen der Stadt Dachau und der Deutschen Bahn AG, die dem städtebaulichen Ideenwettbewerb zugrunde liegen:

  • Neugestaltung und Aufwertung des Bahnhofumfeldes einschließlich des Empfangsgebäudes mit
  • Zugang zur Verkehrsstation, Busbahnhof, ÖPNV, Kiss & Ride, P&R, Taxi und überdachten Fahrradabstellanlagen
  • Städtebauliche Aufwertung des westlichen Bahnhofumfelds: Steigerung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes und der Frühlingsstraße
  • Verkehrsberuhigte Gestaltung der Bahnhofs- und Frühlingsstraße im Sinne eines rücksichtsvollen Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer
  • Schaffung eines attraktiven und funktionalen ZOB mit mind. 26 Bushalteplätzen
  • Verbesserung der bestehenden Fuß- und Radwegeanbindung und Schaffung einer zusätzlichen Unterführung
  • Durchgängige Barrierefreiheit
  • Stärkung und Förderung des ÖPNV und des nicht motorisierten Individualverkehrs
  • Entwicklung einer optimierten, städtebaulich angemessenen Nutzung des Postgeländes
  • Planung von überdachten, attraktiv gestalteten Fahrradabstellplätzen mit guter Anbindung an das Radwegenetz
  • Berücksichtigung des Klimaschutzes
  • Angsträume sollen vermieden werden.
Weitere Informationen können Sie der PDF-Datei Wettbewerbsauslobung entnehmen.

Wie funktioniert der
städtebauliche Wettbewerb?

Der städtebauliche Wettbewerb ist ein optimaler Weg, um zu einem überzeugenden und tragfähigen Entwurf für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes zu gelangen.

Der Vorteil dieses Wettbewerbsverfahrens ist, dass von mehreren Planungsteams vergleichbare Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Vor- und Nachteile der eingereichten Entwürfe werden von Fachleuten diskutiert und bewertet.

Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Konzept zu entwickeln, das als Grundlage für die weitere Projektentwicklung dienen kann. Darauf aufbauend soll im weiteren Projektverlauf Baurecht geschaffen werden.

Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Dachau hat die erforderlichen Beschlüsse für eine Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG sowie für die Auslobung des Wettbewerbs gefasst.

Der Wettbewerb ist als einstufiger, nicht offener Ideenwettbewerb ausgelobt. Dem Wettbewerb ist ein qualifiziertes Auswahlverfahren gemäß RPW vorgeschaltet (Richtlinien für Planungswettbewerbe).

Mehr als ein Dutzend Arbeitsgemeinschaften sind ausgewählt, und nehmen am Wettbewerb teil. Jede Arbeitsgemeinschaft besteht aus Architekten/ Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern. Die Entwurfsanforderungen sind in der Wettbewerbsauslobung im Detail beschrieben.

Die Planungsteams reichen ihre Arbeiten anonym ein, damit eine faire Bewertung möglich ist. Ein unabhängiges Preisgericht bewertet Ende November 2020 die Wettbewerbsentwürfe nach einem zuvor festgelegten Kriterienkatalog.

Das Preisgericht setzt sich aus Fachpreisrichtern und Sachpreisrichtern zusammen. Die Fachpreisrichter sind unabhängige Fachleute, die Sachpreisrichter sollen mit der Wettbewerbsaufgabe und den örtlichen Verhältnissen besonders vertraut sein. Die Fachpreisrichter sind in der Mehrzahl. Das Preisgericht wählt die Preisträger des Wettbewerbs und gibt Empfehlungen für die weitere Bearbeitung der Aufgabe.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation kann die ursprünglich im Dezember vorgesehene Ausstellung der eingereichten Entwürfe nicht stattfinden. Um die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs angemessen zu informieren, wird ein „Corona taugliches“ Beteiligungskonzept für Anfang 2021 erarbeitet. Zu dieser Veranstaltung wird rechtzeitig gesondert eingeladen.